Wie QR-Codes funktionieren
Die faszinierende Technologie hinter den schwarz-weißen Quadraten
Sie scannen sie jeden Tag — in Restaurants, auf Produkten, in Werbung. Aber haben Sie sich jemals gefragt, wie QR-Codes tatsächlich funktionieren? Lassen Sie uns die Technologie einfach erklären.
Was ist ein QR-Code?
QR steht für Quick Response (Schnelle Antwort). Es ist eine Art 2D-Barcode, der 1994 von der japanischen Firma Denso Wave erfunden wurde. Anders als traditionelle Barcodes, die Daten nur horizontal speichern, speichern QR-Codes Informationen horizontal und vertikal — was ihnen ermöglicht, viel mehr Daten zu speichern.
Ein einzelner QR-Code kann bis zu 3.000 Zeichen Text speichern, verglichen mit nur 20-25 Zeichen bei einem traditionellen Barcode.
Anatomie eines QR-Codes
Jeder QR-Code hat diese Hauptkomponenten:
Wie das Scannen funktioniert
- 1Bildaufnahme: Die Kamera Ihres Handys macht ein Foto des QR-Codes
- 2Mustererkennung: Software findet die drei Positionsmarkierungen zur Lokalisierung
- 3Rasterzuordnung: Der Scanner erstellt ein Raster über das Bild
- 4Datenextraktion: Schwarze Module = 1, weiße Module = 0 — erzeugt Binärdaten
- 5Fehlerkorrektur: Der Scanner verwendet Reed-Solomon-Fehlerkorrektur
- 6Dekodierung: Binärdaten werden in lesbaren Text oder URLs umgewandelt
Fehlerkorrektur: Warum beschädigte QR-Codes noch funktionieren
QR-Codes haben eingebaute Redundanz. Selbst wenn ein Teil des Codes beschädigt oder verdeckt ist, kann er noch gelesen werden. Es gibt vier Fehlerkorrekturstufen:
- L (Niedrig): ~7% des Codes können wiederhergestellt werden
- M (Mittel): ~15% können wiederhergestellt werden
- Q (Quartil): ~25% können wiederhergestellt werden
- H (Hoch): ~30% können wiederhergestellt werden — deshalb können Sie Logos in die Mitte setzen!
Was können QR-Codes speichern?
- Website-URLs
- Einfacher Text
- Kontaktinformationen (vCard)
- WLAN-Zugangsdaten
- Telefonnummern
- E-Mail-Adressen
- GPS-Koordinaten
- Kalendertermine
- App-Store-Links
Statische vs Dynamische QR-Codes
Statische QR-Codes
Die Daten sind direkt im Muster kodiert. Einmal erstellt, können sie nicht geändert werden. Kostenlos zu erstellen, funktioniert für immer.
Dynamische QR-Codes
Der Code verweist auf eine Weiterleitungs-URL. Sie können das Ziel jederzeit ändern und Scans verfolgen. Erfordert einen kostenpflichtigen Dienst.
Warum QR-Codes so beliebt wurden
- Kontaktlos: COVID-19 beschleunigte die Nutzung für berührungslose Menüs und Zahlungen
- Smartphone-Kameras: Keine App nötig — seit 2017 in iOS und Android integriert
- Kostenlos: Jeder kann QR-Codes sofort erstellen
- Vielseitig: Funktioniert für URLs, Text, WLAN, Kontakte und mehr
- Zuverlässig: Fehlerkorrektur bedeutet, dass sie auch beschädigt funktionieren
Interessante Fakten
- Der größte QR-Code war 2,1 km² (in einem chinesischen Weizenfeld erstellt)
- QR-Codes wurden ursprünglich erfunden, um Autoteile in der Fertigung zu verfolgen
- Das Patent für QR-Codes gehört Denso Wave, aber sie nutzen es nicht — die Technologie bleibt kostenlos
- Ein QR-Code braucht mindestens 4 Module "Ruhezone" um ihn herum
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